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Harris Tweed
Geschichte
Tweed wurde seit Jahrhunderten in ganz Schottland hergestellt. Mit der industriellen Revolution wurde das Weben von Hand unwirtschaftlich, und Webmaschinen ersetzten den Webstuhl. Lediglich auf den abgelegenen Äußeren Hebriden, die damals schon für die Qualität ihres Tweeds bekannt waren, wurden manuelle Fertigungsmethoden beibehalten.
Die Tweedfertigung im industriellen Maßstab begann am Ende des 19. Jahrhunderts und ist eng mit dem Namen von Catherine Murray, Countess of Dunmore (31. Oktober 1814 – 12. Februar 1886) verbunden, die zu diesem Zeitpunkt begann, den Tweed durch Händler in England zu vermarkten. Mit dem Erfolg kamen immer mehr Nachahmerprodukte auf den Markt, die nicht die hohe Qualität erreichten, aber den Ruf zu beschädigen drohten.
Als das britische Parlament 1905 den Trade Marks Act verabschiedete, wurde im Jahre darauf die Harris Tweed Association Ltd. als zentrale Vermarktungs- und Kontrollinstanz gegründet. Harris-Tweed wurde 1910 als geschützte Marke anerkannt und führt seitdem den Orb and Maltese Cross als Erkennungszeichen.
Mit der Verabschiedung des Harris Tweed Act wurde die bisherige Definition von Harris-Tweed Gesetz. Die bisherige Harris Tweed Association Ltd. wurde zur heutigen Harris Tweed Authority und wacht über die Einhaltung des Gesetzes. Die Harris Tweed Authority hat ihren Sitz in Stornoway im Nordteil der Insel Lewis and Harris (Lewis) und nicht im südlichen Inselteil Harris.
Die Produktion von Harris-Tweed war seit Ende der 1960er Jahre rückläufig und führte zur Aufgabe vieler Betriebe. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde ein neuer Webstuhl entwickelt. Die Umstellung von den alten Hattersley Webstühlen auf die neueren, leichter laufenden und doppelt so breiten Webstühle von Bonas-Griffith geschah schrittweise. Die Webstühle haben Pedalantrieb, trotzdem gilt ein solcherart mit Muskelkraft hergestelltes Erzeugnis als handgewoben. Die neuen Webstühle sind produktiver und flexibler, es können entweder eine Bahn double oder zwei Bahnen single gleichzeitig gewebt werden.
Das gesamte Geschäft wird zum größten Teil über die letzten drei verbliebenen Mills abgewickelt. Seit etwa 2009 sind wieder eine stärkere Nachfrage und ein steigender Absatz von Harris Tweed zu verzeichnen.
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Harris Tweed Scotland war seit 2006 im Besitz von Brian Haggas bzw. der John Haggas Group. Dieses Unternehmen hat als einziges eine komplette Produktionslinie von der Stoffproduktion bis zum fertigen Sakko, die im eigenen Online-Shop und über Einzelhändler europaweit verkauft werden. Die zugehörige Mill in Stornoway ist die Älteste auf den Äußeren Hebriden und besteht seit 1906. Dieses Unternehmen produzierte zeitweise nur noch vier von den ungefähr 8000 Mustern und verlegte sich auf die Massenproduktion, jedoch gab es massive Absatzschwierigkeiten und zeitweise große Überbestände. Später wurden die Musterpalette wieder ausgeweitet und neue Produkte eingeführt. Im September 2019 wurde bekanntgegeben, dass Brian Haggas sich zur Ruhe setzt und das Unternehmen an den Manager der Mill abgegeben hat, um eine finanzielle Ausbeutung des Unternehmens durch „Geldgeier“ zu verhindern.
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Die Carloway Mill ist ein unabhängiges Unternehmen zur Produktion und Vermarktung von Harris Tweed in Carloway. Es ist die kleinste der drei Mills. Das Unternehmen hat sich auf traditionelle Produktion und auf individuelle Stoffe nach Kundenwunsch verlegt. Seit 2016 wird ein Käufer gesucht.
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Harris Tweed Hebrides eröffnete eine stillgelegte Mill in Shawbost im November 2007. Der Haupteigentümer dieses Unternehmens ist Ian Taylor, ein schottischer Geschäftsmann, der zuvor in der Ölindustrie tätig war. Es ist die größte der drei Mills.